Sonntag, 28. Oktober 2012

Wer hat, dem wird gegeben

Der Volksmund sagt, der Teufel macht auf den größten Haufen. Egal, ob es um Reichtum, Charme oder Wissen geht. Wer schon eine Million auf dem Konto hat, bekommt schneller die zweite.Wer schon zwei Sprachen spricht, lernt schneller eine dritte.

Das liegt zum einen an der Vorkenntnis und zum anderen am Glauben daran, dass es funktionieren kann. Stellen wir uns mal das Gehirn wie ein Straßennetz vor. Grundsätzlich gilt, je mehr Straßen es gibt, desto schneller kommt man ans Ziel, da Umwege wegfallen. Genauso gilt, je öfter eine Straße genutzt wird, desto besser ist sie ausgebaut. Im Gehirn sind gewohnte Handlungen sozusagen Autobahnen, wohingegen Ungewohntes, Neues einem Trampelpfad gleicht. Wer also auf ein ausgebautes Sprachenstraßennetz zugreifen kann, hat es leichter als jemand, der auf der "grünen Wiese" baut. Deshalb ist es wichtig, sich vor jeder neuen Herausforderung seine bisherigen Kenntnisse bewusst zu machen

Die andere Komponente ist der Glaube, dass etwas funktionieren kann. Innerlich haben die meisten Menschen Angst zu versagen. Diese Angst, etwas falsch zu machen, lähmt. Wer schon einmal etwas Neues begonnen hat, weiß sicher, wovon ich spreche. Der innere Kritiker hinterfragt bei jedem Schritt, ob es "richtig" ist, ob es so funktionieren kann. Verstärkt wird das Ganze dann vielleicht sogar noch von anderen Personen, welche das ganze Vorhaben zusätzlich hinterfragen. Mit diesen Stimmen und Bildern im Kopf lässt es sich schlecht arbeiten. Selbstreflexion beansprucht viel zu viel Kapazitäten, die der Sache verloren gehen. Je stärker der Glaube, dass etwas funktionieren kann, desto eher glückt es. Am stärksten ist dieser Glaube, wenn etwas schon funktioniert hat. Wer also schon die erste Million hat, dem fällt es leichter, an die zweite zu glauben, als demjenigen, der nichts hat, an die erste.

Wie Ihr an Eurem Glauben an etwas arbeiten könnt, zeige ich Euch in der nächsten Idee. Bis dahin dürft Ihr gerne kräftig liken und teilen.

Montag, 22. Oktober 2012

Den Einstieg versüßen

Neu sein erfordert volle Konzentration, das war der Titel meiner vorletzten Idee. Ausgegangen von der Gewohnheit hin zum Erlernen von Neuem. An was liegt es aber, dass uns manche Dinge von Anfang an Spaß machen und andere nicht? -Darum geht's, wenn der Einstieg versüßt werden soll.

Zum einen hängt es von den Talenten und dem Vorwissen ab, zum anderen stark davon, wie uns etwas beigebracht wird. Je interessanter und einfacher der Einstieg, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man mit Spaß an der Sache bleibt.
Ähnlich wie ein Drogensüchtiger, sind wir auf der Suche nach dem nächsten Kick, dieser wird unter anderem vom Glückshormon Dopamin erzeugt. Das wird immer ausgeschüttet, wenn etwas gelingt. Meinem kleinsten Bruder steht es förmlich ins Gesicht geschrieben, wie glücklich er ist, wenn er ein paar unsichere Schritte gehen kann.

Unglücklich macht jedoch, wenn Überforderung und Kritik gleich zu Beginn auf uns einprasseln. Der Kritiker meint es gut und verfehlt doch sein Ziel. Mit dem zur Schau Tragen von Überlegenheit und einer gewissen Unerreichbarkeit fehlt sofort die Motivation etwas weiter zu verfolgen. Das Gehirn merkt, hier ist kein Dopamin zu holen und schaltet auf Abwehrhaltung. In dieser Haltung neues Verhalten zu tranieren, ist unglaublich schwer und mühselig. -Wer kennt das nicht, wenn er an sein persönliches "Hassfach" (zurück) denkt? 

Ein Tipp von mir ist deshalb, die ersten paar Schritte, wie mein Bruder, intuitiv nachzuahmen. Die Lust an dem Neuen zu gewinnen. Mit einem ersten Erfolgserlebnis wächst die Fähigkeit mit größeren Herausforderungen umzugehen, dann darf auch Kritik gegeben bzw. eingeholt werden.

Dir hat die Idee gefallen? Dann kommentier, verlinke und drücke gefällt mir ;) 

Montag, 15. Oktober 2012

Eine geniale Lerntechnik

Wie versprochen hier die Technik, die ich in ausgefeilter Form nutze. Das Ganze nennt sich Major-System und funktioniert, wie sollte es auch anders sein, mit Visualisierung. Wie Ihr sicherlich hundertmal gehört habt, merkt man sich Bilder leichter als Worte und bewegte Bilder, also Geschichten, besser als Standbilder.

Soweit so gut, aber wie soll man sich wiederum die ganzen Geschichten merken, wenn es für diese keine Anhaltspunkte gibt und sie in keiner Ordnung zueinander stehen?
Genau diese Frage muss sich Johann Winkelmann, der Erfinder des Major-Systems, auch gestellt haben. Er hat das naheliegendste Ordnungssystem, welches eh jeder kennt, verwendet: Zahlen.
Der Nachteil von Zahlen liegt aber in ihrer Abstraktheit. Deshalb entwickelte er eine Methode, Zahlen einfach zu übersetzen. Die Übersetzung läuft wie folgt ab: jede Zahl hat einen oder mehrere Konsonanten zugeordnet. Diese Konsonanten dürfen mit so vielen Vokalen wie nötig verbunden werden.

Hier die Übersetzungstabelle:

0: S,ß,Z  Beispiel: Sau
1: T                        Tee
2: N                        Noah
3: M                       Mao
4: R                        Reh
5: L                        Laie
6: Sch, Ch             Schuhe
7: G,K                   Kuh
8: F                        Fee
9: P,B                     Po

Mit diesem Alphabet kann jede Zahl übersetzt werden. Dabei kommt es nicht auf die Rechtschreibung an, sondern auf das, was man bei dem Wort hört. Deshalb sind Doppelbuchstaben und ein Dehnungs-H irrelevant.

Hier das Ganze mal anhand einer Telefonnummer, die folgendermaßen lautet:
1284. Die Eins steht für T, die Zwei für N, die Acht für F und die Vier für R. Im nächsten Schritt suche ich Wörter, in denen diese Buchstaben in der richtigen Reihenfolge vorkommen, also z.B. Tonne und Fähre. Eine mögliche Geschichte wäre hier: Der Nummerninhaber ist in einer Tonne eingesperrt und wird mit der Fähre über den Atlantik geschippert....

So weiter im Galopp: Wenn ich jede Zahl in ein Wort verwandeln kann, können auch ein langer Text oder verschiedene Begriffe in einer Ordnung memoriert werden. Hier wirds für alle, die genug vom Auswendiglernen haben, richtig interessant.
Es geht folgendermaßen: Die Geschichte fängt bei eins an, also z.B. mit Tee, der wird mit dem zu merkenden Textteil oder Begriff in einer möglichst verrückten Szene abgespeichert. Sollte ich dann zu einem späteren Zeitpunkt an den Begriff erinnern wollen, muss nur an 1 gedacht werden, damit kommt das Wort Tee, und die Geschichte ist wieder aktiviert.

Wie schon beim letzten Mal angedeutet, ist es am Anfang ungewohnt und dauert länger. Langfristig ist es jedoch ein riesiges Potential, Dinge in einer nummerischen Folge memorieren zu können, der Einkaufszettel fällt weg, die Rede kann frei gehalten werden und Fachbegriffe für Prüfungen sind leicht und vollständig zu lernen.

Falls Euch das Ganze interessiert und Ihr noch tiefer ins Detail möchtet, kann ich Euch folgendes (kostenloses) Skript* ( ab Seite21) empfehlen.

Habt Ihr Lust das Ganze auszuprobieren? Oder findet Ihr es zu kompliziert? Kommentiert Eure Meinungen dazu! Ich finde es wie immer super, wenn Ihr den Blog weiterempfehlt!

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Donnerstag, 11. Oktober 2012

Neu sein erfordert volle Konzentration

Seit drei Wochen bin ich nun in Stuttgart. Das Studium hat begonnen und in der Umgebung finde ich mich so langsam zurecht. Das alles hat mich voll in Anspruch genommen, was auch der Grund für die kleine "Ideen-Pause" war.

Sobald etwas außerhalb der Routine passiert, erfordert es eine Menge Aufmerksamkeit. Es fängt mit Alltäglichem wie dem Weg zur Hochschule an und geht bei dem Kennenlernen von neuen Kommilitonen und Mitbewohnern weiter. Sich in einer neuen Umwelt zurecht zu finden ist alles, außer gewöhnlich. Das kostete mich, obwohl ich es nicht als anstrengend wahrgenommen habe, zusätzliche Energie. Die fehlte mir für Walzer's Ideen. -Alle, die vergeblich die letzten Wochen auf eine neue Idee gewartet haben, bitte ich um Verständnis.

Was auf mich jetzt im Besonderen einprasselte, passiert aber auch im Alltag. Alles, was neu und ungewohnt ist, kostet mehr Zeit und Konzentration als Alltägliches. Gerade das macht Gewohnheiten zu etwas Wichtigem. Denn je mehr positive Handlungen zur Routine werden, desto weniger Energie benötigen sie.

Ich habe mir deshalb hier zum Start einige Dinge vorgenommen, die ich zur Gewohnheit lassen werden möchte. Das erfordert am Anfang einen Mehraufwand, der zahlt sich aber hoffentlich bald wieder aus. In meinem Fall ist es eine neue Gedächtnis- bzw. Lerntechnik, bei der ich jetzt zwar etwas länger als normal brauche, mir aber die Prüfungsvorbereitung leichter fallen dürfte. -Was sich genau dahinter verbirgt, verrate ich Euch in der nächsten Idee.

Bis dahin könnt Ihr Euch auch gerne nochmal die Idee Elefantenreiter anschauen, bei welcher ich noch genauer in das Thema Gewohnheitsänderung gegangen bin. -Wie immer freue ich mich über jeden Leser, also verlinken, teilen....