Neu sein erfordert volle Konzentration, das war der Titel meiner vorletzten Idee. Ausgegangen von der Gewohnheit hin zum Erlernen von Neuem. An was liegt es aber, dass uns manche Dinge von Anfang an Spaß machen und andere nicht? -Darum geht's, wenn der Einstieg versüßt werden soll.
Zum einen hängt es von den Talenten und dem Vorwissen ab, zum anderen stark davon, wie uns etwas beigebracht wird. Je interessanter und einfacher der Einstieg, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man mit Spaß an der Sache bleibt.
Ähnlich wie ein Drogensüchtiger, sind wir auf der Suche nach dem nächsten Kick, dieser wird unter anderem vom Glückshormon Dopamin erzeugt. Das wird immer ausgeschüttet, wenn etwas gelingt. Meinem kleinsten Bruder steht es förmlich ins Gesicht geschrieben, wie glücklich er ist, wenn er ein paar unsichere Schritte gehen kann.
Unglücklich macht jedoch, wenn Überforderung und Kritik gleich zu Beginn auf uns einprasseln. Der Kritiker meint es gut und verfehlt doch sein Ziel. Mit dem zur Schau Tragen von Überlegenheit und einer gewissen Unerreichbarkeit fehlt sofort die Motivation etwas weiter zu verfolgen. Das Gehirn merkt, hier ist kein Dopamin zu holen und schaltet auf Abwehrhaltung. In dieser Haltung neues Verhalten zu tranieren, ist unglaublich schwer und mühselig. -Wer kennt das nicht, wenn er an sein persönliches "Hassfach" (zurück) denkt?
Ein Tipp von mir ist deshalb, die ersten paar Schritte, wie mein Bruder, intuitiv nachzuahmen. Die Lust an dem Neuen zu gewinnen. Mit einem ersten Erfolgserlebnis wächst die Fähigkeit mit größeren Herausforderungen umzugehen, dann darf auch Kritik gegeben bzw. eingeholt werden.
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