Wie Ihr vielleicht an der Pause gemerkt habt, ist diese Idee schwieriger zu schreiben als viele andere. In der Zwischenzeit hatte ich einige andere Ideen und das Thema Glaube wäre fast unter den Tisch gerutscht. Weil ich es aber in "Wer hat, dem wird gegeben" ankündigte, will ich es Euch auch nicht vorenthalten.
Glaube ist vermutlich der häufigste (vorgeschobene) Grund für Kriege. Daran erkennt man, wie heikel das Thema ist. Erschwerend hat jeder eine eigene Einstellung dazu.Vielleicht funktioniert das "Menschsein" auch nur durch Glaube...
Dazu erst einmal meine Definition von Glaube: "Glaube ist alles, was über Wissen und die eigenen Erfahrungen hinausgeht."
Damit meine ich nicht nur den Glauben an einen Gott oder eine (über)natürliche Kraft, sondern auch all jenes, was wir täglich tun, um die Zukunft zu beeinflussen. Denn obwohl wir uns in Gedanken die meiste Zeit in der Vergangenheit oder der Zukunft befinden, handeln können wir nur im Jetzt. Dabei haben wir weder erfahren noch können wir mit Sicherheit wissen, dass die augenblickliche Handlung ihren gewollten Zweck erfüllt.
Je stärker der Glaube an etwas ist, desto stärker ist sowohl die Motivation als auch das Durchhaltevermögen. Ein alltägliches Ritual, welches diesen Sachverhalt darstellt, ist die Zahnpflege. Jeder glaubt daran, dass Zähneputzen vor Karies schützt, wirklich wissen, ob es auf die eigene Person übertragen stimmt, kann es keiner.
Wem hier zu viele "Fakten" dagegen sprechen, dem habe ich ein anderes, weniger alltägliches Beispiel. Reinhold Mesmer hat 1978 als erster Mensch den Mount Everest ohne Zuhilfenahme von künstlichem Sauerstoff bestiegen. In Wissenschaftskreisen galt dies als unmöglich. Das Wissen sprach gegen Messmer. Hat er deshalb den Glauben an seine Expedition aufgegeben? Nein, am Ende hat er Recht behalten. -Das trifft übrigens auf (fast) alle Entdeckungen und Expeditionen zu: Bevor es Wissen und Erfahrungen geben kann, braucht es einen Mutigen, der daran glaubt.
Gesellschaftlich denken wir anders. Sicherheitsorientiert, wie wir sind, braucht es Beweise und Fakten, auf die man sich stützen kann. Wer heute glaubt, gilt als naiv. Was mit dieser Einstellung verloren geht, ist sowohl die Religion als auch der Glaube an sich selbst. Unterdrückter, "verloren" gegangener Glaube ist einer der Gründe, warum so viele Menschen mit ihrer aktuellen Situation unglücklich sind.
Diesen Menschen fehlt es vor allem an zweierlei Arten von Glauben: dem an sich selbst und dem an ihr Vorhaben. Ohne den Mut eigene Ideen umzusetzen, hätte es keine Visionäre gegeben und wird es keine (mehr) geben.
Glaube lässt sich nicht aus dem Nichts erzeugen, er hat aber viel mit Selbstbewusstsein zu tun. Sich bewusst zu machen, welche Fähigkeiten und Eigenschaften einen zu dem gemacht haben, was man ist. Mit diesem Bewusstsein Dinge in Angriff zu nehmen, unabhängig und unbeirrt von anderen.
Am Ende bleiben die Hoffnung und der Glaube. In diesem Sinne: Glaubt daran, es war nicht die letzte Idee.
Glaube ist vermutlich der häufigste (vorgeschobene) Grund für Kriege. Daran erkennt man, wie heikel das Thema ist. Erschwerend hat jeder eine eigene Einstellung dazu.Vielleicht funktioniert das "Menschsein" auch nur durch Glaube...
Dazu erst einmal meine Definition von Glaube: "Glaube ist alles, was über Wissen und die eigenen Erfahrungen hinausgeht."
Damit meine ich nicht nur den Glauben an einen Gott oder eine (über)natürliche Kraft, sondern auch all jenes, was wir täglich tun, um die Zukunft zu beeinflussen. Denn obwohl wir uns in Gedanken die meiste Zeit in der Vergangenheit oder der Zukunft befinden, handeln können wir nur im Jetzt. Dabei haben wir weder erfahren noch können wir mit Sicherheit wissen, dass die augenblickliche Handlung ihren gewollten Zweck erfüllt.
Je stärker der Glaube an etwas ist, desto stärker ist sowohl die Motivation als auch das Durchhaltevermögen. Ein alltägliches Ritual, welches diesen Sachverhalt darstellt, ist die Zahnpflege. Jeder glaubt daran, dass Zähneputzen vor Karies schützt, wirklich wissen, ob es auf die eigene Person übertragen stimmt, kann es keiner.
Wem hier zu viele "Fakten" dagegen sprechen, dem habe ich ein anderes, weniger alltägliches Beispiel. Reinhold Mesmer hat 1978 als erster Mensch den Mount Everest ohne Zuhilfenahme von künstlichem Sauerstoff bestiegen. In Wissenschaftskreisen galt dies als unmöglich. Das Wissen sprach gegen Messmer. Hat er deshalb den Glauben an seine Expedition aufgegeben? Nein, am Ende hat er Recht behalten. -Das trifft übrigens auf (fast) alle Entdeckungen und Expeditionen zu: Bevor es Wissen und Erfahrungen geben kann, braucht es einen Mutigen, der daran glaubt.
Gesellschaftlich denken wir anders. Sicherheitsorientiert, wie wir sind, braucht es Beweise und Fakten, auf die man sich stützen kann. Wer heute glaubt, gilt als naiv. Was mit dieser Einstellung verloren geht, ist sowohl die Religion als auch der Glaube an sich selbst. Unterdrückter, "verloren" gegangener Glaube ist einer der Gründe, warum so viele Menschen mit ihrer aktuellen Situation unglücklich sind.
Diesen Menschen fehlt es vor allem an zweierlei Arten von Glauben: dem an sich selbst und dem an ihr Vorhaben. Ohne den Mut eigene Ideen umzusetzen, hätte es keine Visionäre gegeben und wird es keine (mehr) geben.
Glaube lässt sich nicht aus dem Nichts erzeugen, er hat aber viel mit Selbstbewusstsein zu tun. Sich bewusst zu machen, welche Fähigkeiten und Eigenschaften einen zu dem gemacht haben, was man ist. Mit diesem Bewusstsein Dinge in Angriff zu nehmen, unabhängig und unbeirrt von anderen.
Am Ende bleiben die Hoffnung und der Glaube. In diesem Sinne: Glaubt daran, es war nicht die letzte Idee.
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