Letzte Woche Donnerstag war ein
wunderschöner Tag. Die Sonne schien, der Himmel war klar und die Temperatur
gerade ideal, um wandern zu gehen. Doch an einem Donnerstag ist die Zahl der
Leute, die Zeit für solche Späße haben, klein. Noch kleiner ist die Zahl von
Leuten, die donnerstags Zeit und zufällig gerade auch Lust darauf haben, in
die Berge zu gehen.
Also entschloss ich mich dazu,
einfach allein zu gehen. Ich habe den Tag, wie ihr sehen könnt, auf dem Rubihorn genossen.
Denn als ich mich erstmal auf den
Weg gemacht habe, fiel mir auf, dass es auch mal ganz schön ist, einen Tag lang bei
sich zu sein. Die Ruhe zu genießen und ganz im eigenen Rhythmus sein zu dürfen.
Damit möchte ich keinesfalls
sagen, dass es mir keinen Spaß macht, mich mit Freunden auf den Weg zu machen. Ganz
im Gegenteil, auch das ist schön. Wenn aber keiner Zeit oder Lust hat, ist es
doch schade, nur deshalb nichts zu machen. In meinem Fall wäre dieser Donnerstag
ein gewöhnlicher Tag geworden, statt- dessen habe ich etwas Einzigartiges
erlebt.
Die Abhängigkeit, etwas nur zu
machen, wenn ein anderer mitmacht, nimmt ein riesiges Stück Freiheit. Der bzw.
die Andere(n) bestimmen mit seiner/ihrer Entscheidung unser (Er)Leben. Da aber
jeder für sein (Er)leben selbst verantwortlich ist, finde ich es schade, nur aus Angst
vor dem Alleinsein die Alternative zu wählen, nichts zu erleben.
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