Freitag, 28. September 2012

Alleine durchstarten

Letzte Woche Donnerstag war ein wunderschöner Tag. Die Sonne schien, der Himmel war klar und die Temperatur gerade ideal, um wandern zu gehen. Doch an einem Donnerstag ist die Zahl der Leute, die Zeit für solche Späße haben, klein. Noch kleiner ist die Zahl von Leuten, die donnerstags Zeit und zufällig gerade auch Lust darauf haben, in die Berge zu gehen.  
Also entschloss ich mich dazu, einfach allein zu gehen. Ich habe den Tag, wie ihr sehen könnt, auf dem Rubihorn genossen.


Denn als ich mich erstmal auf den Weg gemacht habe, fiel mir auf, dass es auch mal ganz schön ist, einen Tag lang bei sich zu sein. Die Ruhe zu genießen und ganz im eigenen Rhythmus sein zu dürfen.
Damit möchte ich keinesfalls sagen, dass es mir keinen Spaß macht, mich mit Freunden auf den Weg zu machen. Ganz im Gegenteil, auch das ist schön. Wenn aber keiner Zeit oder Lust hat, ist es doch schade, nur deshalb nichts zu machen. In meinem Fall wäre dieser Donnerstag ein gewöhnlicher Tag geworden, statt- dessen habe ich etwas Einzigartiges erlebt.

Die Abhängigkeit, etwas nur zu machen, wenn ein anderer mitmacht, nimmt ein riesiges Stück Freiheit. Der bzw. die Andere(n) bestimmen mit seiner/ihrer Entscheidung unser (Er)Leben. Da aber jeder für sein (Er)leben selbst verantwortlich ist, finde ich es schade, nur aus Angst vor dem Alleinsein die Alternative zu wählen, nichts zu erleben. 

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