Zur Zeit bin ich an der Cote d' Azur. Ein Bummel durch die schmalen Gassen von Saint Tropez bleibt hier nicht aus. Dort wird man neben beängstigend vielen Touris, mit sehr viel Reichtum oder zumindest dem Schein davon konfrontiert.
In unserer von Kapitalismus geprägten Welt können hier diejenigen bestaunt und begafft werden, die es "geschafft" haben. Sie haben alles wovon die medial erzeugte Wunschvorstellung von Glück nur so träumt. Dieses Wunschbild prägt sich immer tiefer in die Gesellschaft ein. Geld wird so das Äquivalent zu mehr Glück. So zu sagen, vom Streben nach Glück, zum Streben nach mehr.
Wenn man diversen Studien Glauben schenken darf, macht Geld durchaus glücklich beziehungsweise zu wenig macht unglücklich. Ich denke Geldsorgen sind aufgrund einer natürlichen Existenzangst in uns verwurzelt.
Was allerding existenziell wichtig ist verschiebt sich durch, Wahrnehmung und Suggestion unserer Umwelt. Vieles was früher Luxus war ist heute selbstverständlich. Werbung, der Blick zum Nachbarn und das Internet, erwecken ein stetig ansteigendes Verlangen. Mit diesem Verlangen das zu einem großen Teil auf Neid und Gier nach Anerkennung beruht werden wir jedoch mit Sicherheit nicht glücklich. Wahrscheinlich steht es deshalb auch in den 10 Geboten: "Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen."
Am Ende stellt sich mir die Frage: was braucht man um glücklich zu sein?
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