Freitag, 3. August 2012

Alle Warnungen in den Wind schlagen!

Wie in der letzten Idee aufgeführt, haben wir einen Hang dazu, uns über mögliche Katastrophen den Kopf zu zerbrechen. Ich würde fast sagen, es macht "Spaß".

Neben den globalen Katastrophenszenarien, die letztes Mal dran waren, gibt es natürlich noch persönliche Katastrophenszenarien.

Die Wurzeln, dass wir uns ein persönliches Desaster ausmalen, liegen tief in uns, es ist davon auszugehen, dass es evolutionsbedingt sogar in den Genen liegt. Wenn wir uns zu den Ursprüngen der Menschheit zurück versetzen, macht das auch Sinn. In einer Zeit, in der es ums Fressen und Gefressenwerden ging, war der Vorsichtigere im Zweifelsfall der, der sich fortpflanzen konnte. Genauso haben die überlebt, die besonders große Vorräte für den Winter bereitstellten.

In der Entwicklung des Menschen kamen immer neue Sicherheitsvorkehrungen hinzu. Heute sind wir mit Nahrung, Unterkunft und medizinischer Versorgung bestens ausgestattet. In den westlichen Ländern sichern sich die Menschen zusätzlich mit immer mehr Versicherungen gegen allerlei Risiken ab.
Wir leben das Extrem der Sicherheit immer weiter aus, nicht nur vor anderen Menschen und Natureinflüssen wird gesichert und gewarnt, sondern auch vor uns selbst. Die Überflutung mit Warnhinweisen soll uns vor dem eigenen (Fehl-)Verhalten schützen, weshalb auch auf jeder Packung Zigaretten ein netter Spruch steht..


Mit dieser "Übersicherung" verkaufen wir jedoch immer mehr Freiheiten, jede Kontrolle und Absicherung geht auf Kosten der Wahlfreiheit. Alles wird scheinbar ungefährlicher. Diese Risikovermeidungssicht erfüllt jedoch heute weniger als in der Vergangenheit die Anforderungen an uns. Wir leben schon sicher. Was wir brauchen, sind kreative, verrückte Ideen zum Lösen unserer Probleme. Solche Lösungen finden sich nicht auf konventionellem Weg, sondern auf Abwegen, deshalb gilt heute noch mehr als in der Vergangenheit: "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt". Wer selbstbewusst Entscheidungen trifft, Risiken eingeht, der kann heute mehr erreichen als verlieren.

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