Geld ist ein beherrschendes Thema unserer Gesellschaft. Von Geld erhoffen wir uns Sicherheit, Freiheit und Glück. Medien und Werbung versuchen genau dieses Gefühl jeden Tag zu verstärken. Im Sinne von "viel hilft viel", streben wir nach mehr.
Nicht nur auf persönlicher Ebene, sondern auch auf Gesellschaftsebene geht ohne Geld anscheinend nichts. Die Schuldenkrise führt uns das täglich vor Augen.
Die Frage, ob beispielsweise Griechenland aufgrund der Sparpolitik aus dem Euro austritt, ist aber nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine Glaubensfrage.
Ist uns Geld wert, dass ein europäischer Staat seine Demokratie verliert? - Die rechts- und linksextremen Tendenzen lassen dies vermuten.
Die Meinungen auf Staatenebene sind, wie es sich für ein freies Land wie Deutschland gehört, zu Recht kontrovers.
Auf persönlicher Ebene hat aber jeder eine ähnliche Entscheidung zu treffen. Das Thema wurde schon in mehreren Posts angeschnitten, ist mir aber enorm wichtig, weil die wenigsten danach handeln.
Wieviel ist Dir Deine eigene Freiheit wert? Was ist Dein Preis?
Hier beobachte ich häufig Menschen, die sich chronisch unter ihrem (scheinbaren) Wert verkaufen und sich danach genau darüber beschweren (siehe Schlecker). Warum geben sie sich dann für den Job her?
Natürlich gibt es, wie schon angesprochen, keine absolute Freiheit, jeder muss seine Grundbedürfnisse erfüllen. Ich denke nur, wir sollten die Frage nach der Freiheit endlich wieder entkoppelt von der Geldfrage stellen. Denn Freiheit lässt sich nicht mit Geld aufwiegen, ansonsten hätten viele unserer Ahnen ihr Leben umsonst gelassen.
Wir sollten, anstatt von einer Konsumersatzbefriedigung zur nächsten, wieder den nicht in Geld zu fassenden Wert der Freiheit zu schätzen wissen. Geld verspricht viel und ist verlockend, das Schlimmste daran ist nur, man hat nie genug. Wie auf jeder Dollarnote zu lesen ist: "In God we trust" Glück, Freiheit und Sicherheit bauen deshalb nicht auf den wackeligen Beinen des Geldes auf.
Am Ende werden nicht die im Gedächnis bleiben, die viel haben, sondern die, die viel getan haben.
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