Selbst in der westlichen freien Welt ist es sehr schwierig sich aus seiner Herkunftsschicht herauszuarbeiten. Kinder Arbeitsloser sind überdurchschnittlich oft selbst arbeitslos und noch weniger schaffen es in die Mittelschicht "aufzusteigen". Das gleiche Phänomen zeigt sich bei Kindern der Mittelschicht, von denen wenige den Schritt in die Oberschicht machen.
Der Kapitalismus an sich ist aber so aufgebaut, dass jeder nach mehr strebt. Es sei für diesen Post dahin gestellt, ob es glücklicher macht oder nicht, doch viele unter uns wollen mehr.
Ein Einwand könnte sein, dass es an Erbschaften liegt. Dagegen spricht, dass reiche Familien, welche enteignet wurden, vergleichsweise sehr schnell den Aufstieg wieder schafften, während andere Familien schon über Generationen hinweg in Armut leben.
Es muss daher etwas mit der Erziehung und dem Glaubenssystem der jeweiligen sozialen Schicht zu tun haben. Menschen lernen durch Nachahmen und als erste Vorbilder in der Kindheit dienen meistens die Eltern. Diese prägen das Kind ein Leben lang. Glaubenssätze, welche dort aufgeschnappt wurden, sind im späteren Leben schwer umzustoßen. Wer beispielsweise oft Sätze wie: "Für Geld musst Du hart arbeiten." in seinem Umfeld zu hören bekommt, der übernimmt diese in sein Glaubenssystem und wird deshalb nur schwer Gelegenheiten erkennen, in welchen "leichtes Geld" verdient wäre.
Im Buch "Rich Dad, poor Dad" von Robert T. Kiyosaki wird anhand einer Lebensgeschichte illustriert, welche Glaubenssätze und Verhaltensweise ein "reicher" Vater und ein "armer" Vater an seine Kinder weitergibt. Während die "Armen" beispielsweise Hypotheken und Konsumentenkredite anhäufen, machen die "Reichen" nur Kredite für Rendite versprechende Anlagen. Das eingesetzte Kapital wird so beim einen größer und beim anderen kleiner.
Die Entwicklung in Amerika und jetzt auch in Europa bestätigt diese Sicht. Die Unterschicht kauft häufig auf Pump Konsumartikel, bis die schlechte Schufa es nicht mehr zulässt. Die Mittelschicht setzt solide, vor allem im süddeutschen Raum, auf ein Eigenheim und bezahlt dies über 20-30 Jahre ab. Beide setzten sich durch die Rückzahlung und Zinslast unter Druck und müssen dafür einem "sicheren" Job nachgehen - sie arbeiten für Geld.
Die Oberschicht hingegen generiert durch den Kauf von Immobilien oder Firmen genügend Geld, um den Kredit zu bedienen und einen Gewinn zu erwirtschaften - Geld arbeitet für sie.
Überprüfe Dein Glaubenssystem zum Thema Geld, willst Du mehr, ändere zuerst Deine Glaubenssätze.
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