Donnerstag, 1. Dezember 2011

Wieviel Homosapiens steckt in dir?

Im aktuellen Zeit Magazin (24.11) wurde der Genetiker Svante Pääbo interviewt, das Interview ist mir neben anderen interessanten Aspekten vor allem wegen seiner Geschichte über die Menschheit und andere Menschenarten aufgefallen.


So schreibt er, dass der Neandertaler  kommunizieren und mit Werkzeugen umgehen konnte sowie einen größeren Schädel wie der Menschen gehabt habe. Er stand seinen Forschungsergebnissen zufolge dem Homosapiens in nichts nach. Neben dem Neandertaler gibt es noch verschiedene „Menschenarten“, die ähnliche Voraussetzungen wie wir hatten. Doch während man von den meisten anderen Spezies Überreste nur in bestimmten Regionen findet, wie zum Beispiel Neandertalerknochen nur in Europa, kann man menschliche Überreste auf der ganzen Welt finden. Dabei liegt der Ursprung aller Menschenarten in Afrika.  

Was hat also zur weltweiten Überlegenheit des Homosapiens geführt?
Es muss laut Herrn Pääbo daran liegen, dass unsere Vorfahren verrückter als andere waren. Sie wollten ins Unbekannte, haben das Neue gesucht und sind dabei wahnsinnige Wagnisse eingegangen. So haben sie sich wohl in Booten auf andere Kontinente durchgeschlagen und sind trotz einer fruchtbaren Heimat ins Ungewisse weitergezogen. Viele dieser Reisen dürften in den Tod geführt haben und die Chance auf ein besseres Leben war ungewiss, doch diese Risikobereitschaft zahlte sich für uns aus. Der Mensch konnte sich nur durch diese Abenteuerlust auf der ganzen Welt verbreiten, seine Vormachtstellung und sein Überleben sichern.

Wieviel Homosapiens steckt in Dir?
Deine Vorfahren haben es Dir vorgemacht, sie sind neue Wege gegangen, haben sich in das Unbekannte vorgewagt. Wie oft erkundest Du neue  „Kontinente“, gibst Dich mit dem Vorhandenen nicht zufrieden?   Wir alle haben doch die Chance ständig etwas Neues auszuprobieren, weiterzuziehen und neue Wege zu finden.
Wecke den Urmensch in Dir und tu es Deinen Vorfahren gleich, sei verrückter als alle anderen und sicher dadurch Dein Überleben.

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